Resveratrol gehört zur Familie der Polyphenole, die sehr starke Antioxidantien sind. Es kommt in der Schale und den Kernen von Weintrauben vor, wurde aber ursprünglich in exotischeren Arten entdeckt (weiße Veratrea, Eukalyptus oder die Wurzel des japanischen Staudenknöterichs, der seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin verwendet wird). Es handelt sich um eine Substanz, deren Synthese auf natürliche Weise durch umweltbedingten oder pathogenen Stress (z. B. Pilzbefall wie Mehltau oder Botrytis im Falle der Rebe) ausgelöst wird und die dem Schutz der Pflanze dient. Die kardioprotektive Wirkung macht ihn zu einem ausgezeichneten Mittel, um das Rätsel des „französischen Paradoxons“ zu lösen, einem Ausdruck, der sich auf die verblüffende Gegebenheit in der südwestfranzösischen Region bezieht: Trotz des hohen Verzehrs an tierischen Fetten treten dort relativ wenig Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Studien berichten von einer chemopräventiven Wirkung, von neuroprotektiven, photoprotektiven oder entzündungshemmenden Eigenschaften und sogar von einer altersumkehrenden Wirkung. Die Vorteile für die Haut sind ebenso vielfältig.